Der Name Thumb
Was den Namen „Tumbo, Tumb, Tumbin als Beiname zu bedeuten hat, ergibt sich aus der einigemal vorkommenden Übersetzung Stultus, nur muss man sich dabei an die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „dumpf,unerfahren“ halten. Uhland, Schreiben zu Geschichte der Dichtkunst, S 242, sagt: „Weil die Könige jung sind, bedürfen sie des Rates von Erfahrenen. Den Jungen, Tumben, stehen die Alten und Erfahrenen zur Seite.“
Vilmar (Nationall. S. 131) macht über das Wort „tumb“ mit Beziehung auf Parsival die Bemerkung: „der in sich Versunkene, der Unerfahrene, der das stille Heimatsgefühl und den dunklen aber mächtigen Trieb in der Ferne noch ungeschieden in sich trägt, reitet in den Wald hinaus“, ein Zustand , den die alte Sprache sehr bezeichnend durch das einzige Wort „tumb“ ausdrückte.
Quelle: Ernst Boger, Thumbsche Chronik,
Geschichte der freiherrlichen Familie Thumb von Neuburg, Stuttgard 1885
