Burginventar 1479

Burginventar 1479

Einen guten Rückschluss auf Größe, Zustand und Zweckbestimmung der Feste gegen Ende des 15. Jhdts. erlaubt das Inventar über ,,züg, husrat vnd varend Hab" des Pfandschaftsinhabers Hiltpold von Knöringen von 1479.


Nach FJ Huber Koblachbuch 1995 nach Zingerele 1908

Geschichte

Geschichte

Bereits in der Römerzeit befestigte Kaiser Valentinian I. (364-375) den Rhein der ganzen Länge nach mit Kastellen und Türmen. Im Hinterland der Churerstraße als zweite Linie Fluchtburgen, darunter die Neuburg.*1
Vom Bodensee, den Rhein entlang, befanden sich seit der Karolingerzeit ein Reihe von Königshöfen, neben anderen auch in Koblach. Die Welfen besaßen zu der Zeit bedeutende Grundherrschaft im Lande. So gehörte ihnen augenscheinlich auch das Reichslehen um den Kummenberg, und zwar, wie aus einer Urkunde von 1152 hervorgeht, vor dem Aussterben der Grafen von Bregenz. *2
In einer Schenkungsurkunde des Herzogs Welf VI vom 25. Juli 1152 findet man erstmals einen Hinweis auf die Neuburg.

*1 Bilgeri, 1971, Vonbank 1965; *2 Ulmer 1927, S 4;

Historisches Modell der Neuburg

Historisches Modell der Neuburg

Ein langgehegter Wunsch der Initiative Ruine Neuburg geht in Erfüllung. Mit einem Modell der Burg Neuburg, soll die Schönheit und das beträchtliche Ausmaß dieser ehemals stolzen Burg in Koblach möglichst detailgetreu gezeigt werden.
Franz Wäger hat mit viel Geduld von 2022 bis 2023 in rund 350 Arbeitsstunden nach alten Ansichten aus dem 16. Jhdt., das Modell maßstabsgetreu gebaut.

Restaurierung

Restaurierung

Die Neuburg erlitt ein Schicksal wie viele Burgen in Vorarlberg. Zum Abbruch freigegeben, wurde sie nach 1769 praktisch abgeräumt. Hohle Mauergerippe starrten in die Lüfte, die einstige Größe dokumentierend. In Erkenntnis der Bedeutung dieses Wahrzeichens dachte man bereits 1912 daran, den Bestand der Ruine zu sichern.

Sagen und Geschichten von der Neuburg

Sagen und Geschichten von der Neuburg

Von der Neuburg werden auch viele Geschichten und Sagen errzählt. Besonders Franz Elsensohn hat in seinem Buch "Nüburg, Kumma, Krinnawible" mehrere Sagen von der Neuburg aufgeschrieben. Bereits 1953 hat Richard Beitel die Sage "Die letzten Ritter auf der Neuburg" geschrieben. Und Anna Hensler 1994 in "Sagen aus Vorarlberg" über die Neuburg geschrieben.