Belagerer und Eroberer der Neuburg

Belagerer und Eroberer der Neuburg

Die Burg Neuburg ist mehrmals belagert und auch erobert worden. Sie ist aber niemals im Zuge von Auseinandersetzungen zerstört worden.

1311 Belagerung der Neuburg durch Graf Rudolf III. von Montfort Feldkirch in der Neuburger Fehde, Zerstörung des Klosters St. Gerold folgend Bau von Neu Montfort bei Götzis auf Neuburger Boden
1362 Gefangenname von Hugo von Neuburg in Feldkirch durch Graf Rudolf von Montfort
1407 gelangt die Neuburg während der Appenzellerkriege in den Besitz des Bundes ob dem See. Die Burg wurde zwar besetzt aber nicht zerstört.
1445 im Verlauf des „Alten Zürichkrieges“: schweres Gefecht bei der Neuburg
1460 Herzog Sigmund lässt die Burg während des Thurgauerkrieges mit Rondellen verstärken
1647 kampflose Übergabe der Neuburg an die Schweden durch Hans Kaspar Jonas
1744 als Festung aufgelassen, ganze Garnisonsbesatzung zog nach Bregenz ab

Erbauer, Besitzer, Vögte und Verwalter

Erbauer, Besitzer, Vögte und Verwalter

Vom Bodensee, den Rhein entlang befanden sich seit der Karolingerzeit ein Reihe von Königshöfen, neben anderen auch in Koblach. Die Welfen besaßen zu der Zeit bedeutende Grundherrschaft im Lande. So gehörte ihnen augenscheinlich auch das Reichslehen um den Kummenberg, und zwar, wie aus einer Urkunde von 1152 hervorgeht, vor dem Aussterben der Grafen von Bregenz. Spätestens um die Mitte des 12. Jahrhunderts bestand auf dem Neuburghügel eine welfische Burg. *2

Herrschaft Neuburg

Herrschaft Neuburg

Die Herrschaft Neuburg ist in etwa identisch mit dem heutigen Gemeindegebiet von Koblach.

Herrschaft und Ruine Neuburg - Ereignisse nach 1363

Herrschaft und Ruine Neuburg - Ereignisse nach 1363

Die Herrschaft Neuburg bestand bis 1806. Von 1806 bis 1814, während der bairischen Herrschaft war Koblach der Steuerdistrikt Neuburg am Rhein. Ab dem 17. 3. 1849 wurde Koblach laut Gemeindegesetz selbständige Gemeinde.

Neuburg Ereignisse bis 1270

Neuburg Ereignisse bis 1270

Die Thumb von Neuburg hatten zahlreiche Beziehungen. Viele Dokumente behandeln Ereignisse von und mit den Thumb von Neuburg. Es werden auch Ereignisse angeführt, die nicht nur das Geschlecht der Neuburger von Koblach betreffen.

Pfalzgraf Hugo II. von Tübingen - gefangen auf der Neuburg

Pfalzgraf Hugo II. von Tübingen - gefangen auf der Neuburg

Die Neuburg, in mittelalterlicher Sprache „Nüwenburc“, Ninwenburc“, in lateinischer „Castellum novum“ genannt, wird urkundlich erstmals bei der sogenannten „Tübisch- welfischen Fehde 1164 – 1166 erwähnt. Pfalzgraf Hugo von Tübingen war mit Elisabeth, der Erbtochter des um 1157 verstorbenen letzten der alten Grafen von Bregenz, Rudolf vermählt. Die Mutter von Elisabeth war Wulfhilde, die Schwester des Herzogs Welf VI. Der Pfalzgraf sah sich bezüglich der Mitgift seiner Gemahlin benachteiligt. So kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen ihm und der Welfenfamilie.
Hugo von Tübingen behielt zwar nach mehreren Kämpfen die Oberhand, musste sich aber auf Geheiß von Kaiser Friedrich Barbarossa im März 1166 Welf dem VII. unterwerfen. Dieser nahm ihn gefangen und sperrte ihn im Schloss Neuburg in Curraetien ein, wo er 1 ½ Jahre bis zum Tode des Welfs VII. in Haft blieb.
Über die Frage, um welche Neuburg in Churrätien es sich handelt, sind Historiker unterschiedlicher Meinung. Es gab nämlich in Churrätien die Neuburg in Koblach und die Neuburg in Untervaz, Graubünden.
Franz Josef Huber vertritt im Gemeindebuch Koblach die Ansicht, dass es sich um die Neuburg in Koblach handelt.

Thumb von Neuburg Probstei St. Gerold und Kloster Einsiedeln

Thumb von Neuburg Probstei St. Gerold und Kloster Einsiedeln

Schon bevor das Geschlecht der Thumb die Neuburg erhielt, war es in Vorarlberg begütert, und zwar im Bereich von Friesen (urkundlich Frisun), dem heutigen St. Gerold. Die Tumb gelten als die Stifter dieser Propstei, die sie wohl selbst dem Benediktinerkloster Einsiedeln im Kanton Schwyz übertrugen.18)
Eine Urkunde aus dem Jahr 1227, die in Friesen ausgestellt wurde, nennt einerseits diesen Ort als Wohnsitz des Albert Tumb und seiner Familie und andererseits Alberts Bruder - ohne Angabe des Vornamens - als Propst des Klosters in Friesen.

Thumb von Neuburg und die Herrschaft Neuburg

Thumb von Neuburg und die Herrschaft Neuburg

Um 1230 wurden die Thumb mit der Neuburg in Koblach in Vorarlberg belehnt, nach der sich zuerst die Brüder Friedrich und Heinrich Thumb von Neuburg ab dem Jahre 1240 nannten. Sie waren schon zur damaligen Zeit reich begütert, denn der jüngere Bruder Heinrich nannte sich bereits 1244 miles de Biunthe (nach der heutigen Gemeinde Baindt bei Ravensburg) und 1246 miles de Stadeln (nach Stadel bei Niederglatt).