Der Neuburger Herrschaftssprengel lag in folgenden Grenzen:
Die markhen der herrschafft Neunburg sein am Rhein anstachende in Kadeleckh darauß in ain markhstain, so hinder amann Kilgaß stall steht, da dannen der gassen nach durch die hofstatten in ainen markhstain, der baiden bistum, baide herrschaften Veldtkirch und Neunburg und 3 khilchspel als Sannt Petern, Götzis und Mondtlingen schaidt, der gassen nach hinein um den Khummenstain und Udelberg, demselben graben und bächen nach hinauf bis an Götzner Moß, da dannen dem Hochen Gradt nach, wie die Lehenhölzer ausgeweysset, auff der anderen seiten den Kalchofen einschliessende, bjß an die enge, so an der Lehenhölzer gehn Neunburg gehörig, schaidt den Tschitschstain nach hinumb /…/ bis in Glattstain oben am Stickhelholtz, darein ein burgundisch rot kreitz eingehaiuen und gemalt ist. Vom selben Glatten Stain zwischen den zu’ayen Albern allda ain rechter marckhstain gesetzt, da dannen in den markhstain, so bei der Ratz steet, da dannen hinab in deß Blikhlins Aych im Schelmengarthen, von demselben Aych in den thurm deß Schloß Blatten weysende bjß in Rheinstrom, dem Rheinstromb nach bis wider in Khadelegg und die Meder.[1] Innerhalb dieses Gebiets lagen die Siedlungen Au, Kräutlerhöfe, Koblach, Birkach, Udelberg und die innwendigen Meder. Zur Herrschaft gehörten außerdem der Zoll auf der Landstraße beim Schloß – jeder Wagen mit Kaufmannsware hatte 2 Pfennig zu entrichten -, die Taferne, die an dieser Straße gleichfalls unterhalb der Burg lag, sowie die Fischerei im Rhein von der Einmündung der III bis nach Hohenems, im Mühlbach sowie im Bach bei der Landstraße. [2]
[1] VLA Hs. u. Cod. Neuburg 1, fol. 10v-11v.
[2] Ebenda fol. 13r, 15r-16r. ln diesem Urbar von 1613 ist von einer neu errichteten Taferne die Rede.
