TOPOGRAPHIE VON GÖTZIS IM ÜBERBLICK
Da in den obigen Darstellungen vor allem das Zubehör zu den einzelnen Höfen nur in groben Zügen erwähnt werden konnte, ist es angebracht, einen Überblick über die grundherrliche Zugehörigkeit der einzelnen Fluren zu geben.[1] Der Zentralbereich des Dorfes ist die Gegend zwischen dem Emmebach, der Hans-Berchtoldstraße und der Dr.-Alfons-Heinzlestraße. Hier lag der alte neuburgische Hubhof aus dem die Kirche, der Pfarrhof und das Frühmeßhaus und schließlich der Landammannhof abgesondert wurden. Unmittelbar daran floss die Emme durch ein aufgefächertes Steinat (mit Schotter bedecktes Überschwemmungsgebiet), das später zu Ackerland umgewandelt wurde.
Dieser ganze Bereich scheint ursprünglich mit jener Burg verbunden gewesen zu sein, die an der Stelle der späteren Burg Neu-Montfort gestanden war. Der dieser Burg vorgelagerte Bühel war mit Weingärten ausgestattet, die dann zum größeren Teil zu Neu-Montfort, zum kleineren Teil zu Neuburg gehörten.
Unten an diesem Weingelände stand der Torkel, auch ,,Widentorkel“ genannt, weil unmittelbar das ,,Wida“ angrenzte. Dieses dürfte altes Widumgut und mit dem Weingarten identisch sein, den Friedrich von Österreich zusammen mit der Kirche dem Kloster St. Johann schenkte. Unmittelbar daran schloss sich ein neuburgisches Gut desselben Namens. Der Großteil der südlich vorgelagerten Wälder auf dem Zworms, Thierenberg, Glofer und des Gebietes von St. Arbogast gehörte zu Neu-Montfort, (zuvor dem Kloster St. Johann im Thurgau); unmittelbar westlich schloss sich jedoch das neuburgische ,,Moos im Kalkofen“ an. Inmitten des Glattensteinmooses scheint das ,,Bischofsried“ gelegen zu sein, das vor allem Rossen als Weide, zuvor jedoch den Burgen als Streueried diente.
[1] 190) In der folgenden Zusammenfassung werden nur solche Dinge nachgewiesen, die nicht schon weiter oben nachgewiesen wurden. Weiter möge an dieser Stelle ganz allgemein auch auf die Ergänzungsschrift hingewiesen werden, die im Vorarlberger Landesarchiv aufliegt und nähere Belege und Überlegungen zu einzelnen Lokalisierungen bringt.
