Schon 1363[1] war vom Hubhof abgetrennt: Dü hub, do Haini von Schmitten uff sitzet, mit Abgaben von 8 Scheffel Haber, 3 Scheffel Weizen, 1 Scheffel Gerste und 2 Hühnern.
Die Getreideabgaben entsprechen also denen des Hubhofes. Also könnte man hier an eine frühe Teilung denken, bei der allerdings der Wert der Hofstätte bzw. des Lehens an sich sicher geringer eingeschätzt wurde, weshalb weniger Hühner gereicht wurden. Die Lage dieses Hofes ist durch die Bezeichnung Hof zur Schmitten, später Schmitterhof schon eingeschränkt; er muss am Wasser liegen. Am liebsten denkt man an die Schmitte neben dem Schlößle, da sie im Ortsbild von Götzis am markantesten ist. Doch gehört auch diese 1812 und 1837 nicht mehr zur Pfandschaft Neuburg, [2]obwohl 1812 der Schmitterhof reichlich erwähnt ist. Somit wird eine Nachprüfung sehr schwierig. Es ergibt sich die Frage, ob etwa auch die Stelle, wo das Schlößle steht, einmal neuburgisch war und zum Schmitterhof gehört hatte. Neben der Benennung des Schmitterhofes nach einer Schmitte weisen noch einige andere Tatsachen darauf hin, so die Rolle, die die Grafen von Hohenems hier gespielt hatten, und die Bezeichnung Emserschlößchen, oder die Bezeichnung Scheggenschloß und die Rolle eines Karl Schegg als Einzieher für den Schmitterhof oder schließlich die Rolle eines Wolf Jonas als Besitzer von Schmittersbünt und die örtliche Tradition, dass das Schlösschen den Jonas gehört habe, oder schließlich die Möglichkeit, dass Lienhard Jonas ein Schwiegersohn eines Inhabers des Schmitterlehens gewesen sein könnte, [3]
Es scheint also, dass die Hofstätte sehr bald nach 1618 in hohenemsischen Besitz überging, die Einnahmen vom Hof jedoch weiterhin neuburgisch geblieben waren. 1792 geht gerade vom Schlößle abweichend von allen anderen Höfen auch ein Zins an Hohenems.
[1] Q I.
[2] Nach Q VIII und Q IX.
[3] ) 1542 (Q III) zinst u. a. auch Wolf ab Präderis von diesem Hofe, vor ihm Ulrich Rumisser und noch Früher Hanny Rumisser. Dieser Hans Rumisser stand schon vor 1491 (s. Zösmair, Urkundenregesten aus dem Hohenemser Archiv. Nr. 365) bezüglich eines Gutes in Hohenems in einem Lehenverhältnis zu Merk Sittich von Hohenems, bzw.. zu dessen Vater Marquard IV, einem Verwandten des damaligen Vogtes auf Neuburg, Jakob I von Hohenems.Vielleicht sind aber schon Cuontz (1444) und Uoli Schmied (1414) (Jahrzeitbuch Hohenems. LA, Grafschaft Hohenems, cod. 2, 30. Nov. und Nachtraf. S. auch AJemania. Jg. 2. 1928. 3/4. S. 143 und 146) als Nachbarn von emsischen Zinsgütern einerseits und des Jannen (Jonas) andererseits hier zu lokalisieren. Sie würden dann das frühe Interesse der Emser an diesem wichtigen Raum dokumentieren. (Genaueres dazu s. Ergänzungsschrift, E. 1. 5). Eine Tochter des oben genannten Wolf ab Präderis könnte Margarethe Abbrederis, die Gemahlin des Leonhard Jonas um 1572 (Lehenbuch St. Johann im Thurgau, S. 96 gezählt im Vorarlberger Landesarchiv) sein, da ja dieser Familienname nur selten vorkommt. Dessen Sohn Wolf Jonas ist in einer Anrainerangabe 1618 (LA.Vogteiamtsarchiv Feldkirch. cod. 28. S. 630) als Besitzer von Schmidts Bünt bezeugt, die allerdings im Ziel gelegen sein müsste. Da jedoch dort nur Äcker sind, handelt es sich wohl um einen Zubehörsnamen, der anzeigt, dass dieser Acker zu Schmidts Bünt gehört, womit sehr wohl der Schmitterhof gemeint sein kann. Da Q IV und V keinen Inhaber nennen, würde nichts gegen die Annahme sprechen, dass nach Wolf Abbrederis Lienhard und dann Wolf Jonas Inhaber des Schmitterhofes waren, und dass die Herren von Hohenems schon verhältnismäßig früh die Hofstätte aus der Pfandschaft Neuburg herauslösten. Damit ist natürlich noch nichts über die Erbauung des Schlösschens gesagt. Auch die Lokalisierung ist damit (abgesehen von der in der Ergänzungsschrift E. 1. 5 zu erläuternden Lage der benachbarten emsischen Zinsgüter) noch nicht gegeben. Q VI nennt als Einzieher in diesem Lehen Carl Scheck (Tscheck). Wirt und Leutnant. Die Angaben von Q VIII (s. Ergänzungsschrift
1. 5.) führen auf den Bereich des Schlößles, das einmal auch Scheggenschloß genannt wird (s. Beitrag Franz Huber) und in dessen unmittelbarer Nähe 1866 die Scheggenbünt lag.
