Der spätere Hubhof ist 1363  [1] unter folgenden Posten geführt: Haintz ab der Hub von der Hub. 8 Scheffel Haber, 4 Scheffel Weizen ohne ein Viertel. 1 Viertel Gerste und 5 Hühner; die Hofstatt bi den kilchhof 10 Hühner und der Keller am kilchhof 2 Hühner. Die Getreideabgaben gehen also nur von der Hub, Hühner von der Hub, von einer Hofstatt am Kirchhof und vom Keller dortselbst. Unklar ist hier sowohl die Anzahl der belasteten Hofstätten als auch die Zahl der Inhaber.
In Analogie zu anderen Hubhöfen ist wohl anzunehmen, dass der Hof im Zentrum des Ortes, beim Kirchhof (d.h. bei der alten Kirche), zunächst der Mittelpunkt des Hubhofes war. Dann waren die Vorfahren des Haintz an der Hub, vielleicht aber auch dieser selbst, hier gesessen.
Die Hub ist eine Flur in der Gegend des heutigen Bahnhofes. Dort war wahrscheinlich nur ein Stadel mit einer Tenne, von der noch die Rede sein wird.
Der Keller dürfte neben dem eigentlichen Inhaber dieses Hofes Abgaben eingezogen und dafür ein kleines Lehen in der Nähe des Hubhofes (vielleicht den späteren Landammannhof) gehabt haben.In den späteren Quellenwerken [2] sind diese Hofstätten als solche nicht mehr genannt, sondern nur der Hof als Ganzes? [3] Hühner sind ebenfalls nicht mehr erwähnt.
Im Jahre 1720 [4] scheint nun neben dem Hubhof noch ein Landammannhof auf, der aber laut derselben Quelle schon in einem alten Urbar genannt sein soll. 1542-1613 [5] kommt er allerdings noch nicht vor, aber die dort genannten Inhaber anderer Stücke decken sich mit den 1720 erwähnten früheren Inhabern des Land-ammannhofes, [6] sodass er kurz danach abgetrennt worden sein muss. Dann müsste auch eine Hofstätte vorhanden gewesen sein.

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts sind jedoch diese Hofstätten nur noch teilweise erwähnt. 1812 gehört nämlich nur noch die Hofstätte am Kirchhof (heute zwischen Hans-Berchtoldstr.-Emmebach-Ringstraße-Dr. Alfons-Heinzlestraße nördlich der alten Kirche) zur Pfandschaft Neuburg,[7] 1837 auch diese nicht mehr). [8]
Der Landammannhof wird 1812 zwar noch oft als Hof erwähnt, aber die Hofstätte gehörte nicht mehr zur Pfandschaft (östlich der alten Kirche und dem Pfarr- und Frühmeßhaus zwischen der Dr. Alfons -Heinzle-Straße, dem Emmebach und der Ringstraße gelegen. [9]

[1] Die eben genannten Quellen werden in Hinkunft nur mit ihrer Nummer genannt. Hier Q(uelle) I = Verkaufsurkunde 1363.
[2] QII-QVII
[3] Q II: Von der hub 8 schöffel Korn, 3 schöffel Weizen, 1 schöffel Gerste. Das gut an der hub 3 PfPf und 4 hünr
Q III: Hännslin Thoman und Henslin Stüdler, jez Jos Müller, Gallus Moßer, Hans Stiidlers Erben, Hanns Görer, Ulle Zimmermann, Ule Strub von der Hueb
Q IV Der Huebhof: Lienhard Strub, Christian Moser, Merck Bientzer, Ulrich El]ensons Erben.
Q V der Huebhof
Q VI Hueb Hof
1700: Leonhard Fleisch, jez Carl Elenson
1703: Car] Elensons und Antoni Leglin (richtig Lenglin)
1740: Antoni Lengli
1766: Joseph Lengli
Q VII Vom Hubhof: Franz Joseph Schöch, Jakob Lamperth und Mithaften
Die früheste Nennung des Hubhofes in einer Kreuzlinger Urkunde von 1256: de praedio sud Zerhube (s. Kapitel 5. 21 Kreuzlinger Hof zu Kommingen!). Diese Nennung deutet daraufhin, daß 1256 der ganze Neuburger Besitz in Götzis zum Hubhof gehörte.
[4] Q VI: Landamans Hoff (Land Ammans Hom Land Ammanns Hoff), welchen lauth alten Urbars Hanß Zimmermann und Merck Bentzer Innen gehabt, worüber zum Lehen Träger bestellt worden: Hr. David Ludescher.
[5] Q I- V.
[6] s. Q IV: Rainlin
[7] Q VIII führt im Zusammenhang mit den vorne erwähnten Steuerbüchern zur genannten Lokalisierung (s. Ergänzungsschrift E, I, 3).
[8] Nach Q IX ist diese Hofstätte 1837 nicht mehr zinspflichtig.
[9] Ausgehend von den Inhabern des Landammannhofes 1766 (Q VI) lässt sich die obige Lokalisierung gewinnen (s. Ergänzungsschrift E. I. 4). Nach Q VIII und Q IX ist die Lokalisierung nicht mehr möglich, weil die Hofstätte 1808 offenbar schon nicht mehr zinspflichtig war. Dagegen wird der Hof als Abgabeeinheit in der gleichen Quelle noch oft erwähnt. Die außerdem im Bereich dieser beiden Höfe, d. h. zwischen der Bundesstraße und dem Emmebach liegenden Hofstätten des Pfarrers und Frühmesse« und die Kirche sind ihrer Lage nach ursprünglich ebenfalls mit diesem Bereich verbunden gewesen. Wenn sie später montfortisch sind (s. Kapitel St. Johann: Kirche und Zehentstadel), so muss diese Loslösung bei den Auseinandersetzungen zwischen den Häusern Montfort und Neuburg um 1311 geschehen sein.