
Neuburg: Nollhof auf der Schwende
„Zu swendi“ [1] lag 1363 ,,des Gaissers Lehen“ (Schwende = Götznerberg)· Später hieß dieser Hof ,,Nol, Nollen, Nollhof‘.

Auszug aus Katasterplan 1857 von Götzis
Katasterplan

Margarethenzins: Betten, Margarethenzins: Heimenhof
Völlig neu [1] sind 1542 zwei Stücke, die St. Margarethenzins bezahlen, und zwar Schmalz, [2] Die Bezeichnung deutet auf die Kapelle der Neuburg. [3] Schmalzzinsen an Kirchen waren im Mittelalter durchaus üblich.

Neuburg: Bischofsried, Eigenleute
Vom Bischofsried schulden etwa 40 Leute je ein Tagwan (Tagwerk) dafür, dass die Rosse und anderes Vieh dort aufgetrieben werden dürfen.

Neuburg: Hub und Tennzinse
Die zu diesen drei genannten Höfen gehörigen Äcker befanden sich fast geschlossen auf den Fluren Hub, Langenfurch (Langenfurt), Spines und Böckeler in der Nähe des heutigen Bahnhofes.

Neuburg: Hubhof und Landammannhof
In Analogie zu anderen Hubhöfen ist wohl anzunehmen, dass der Hof im Zentrum des Ortes, beim Kirchhof (d.h. bei der alten Kirche), zunächst der Mittelpunkt des Hubhofes war. Dann waren die Vorfahren des Haintz an der Hub, vielleicht aber auch dieser selbst, hier gesessen.
Die Hub ist eine Flur in der Gegend des heutigen Bahnhofes. Dort war wahrscheinlich nur ein Stadel mit einer Tenne, von der noch die Rede sein wird.

Neuburg: Jäkerbünt, Gräbeler, Rainlin, Gechtinnen Lehen
Im Überschwemmungsgebiet der Emme gegenüber der alten Kirche, ,,am Bach“, früher im Steinach, hatte Neuburg früher die sogenannte Jecker Bünt am Götzner Bach, bzw. Jäckherin Bünt.

Neuburg: Kreuzlinger Hof zu Kommingen
Weiter bezieht Neuburg einen Vogtzins von einem Hof zu Kommingen. [1] Da aber 1837 sämtliche Inhaber dieses Hofes in Neuburg und Mäder sitzen, [2] muss dieser Hof wohl auch dort gelegen sein.

Neuburg: Mühle, Moos im Kalkofen
Weiter gehört ein Baumgarten und ein Bühel ,,zu Mülinan“ [1] zur Herrschaft;
Ebenfalls in demselben Zusammenhang ist auch das Moos im Kalkofen [2] zu sehen.

Neuburg: Schenkenwag, Lachenacker und Moos
Der Schenkenwag ist zwar der Lage nach bekannt, an der Grenze der Gemeinden Götzis und Mäder;

Neuburg: Schmitterhof
Schon 1363[1] war vom Hubhof abgetrennt: Dü hub, do Haini von Schmitten uff sitzet,Die Lage dieses Hofes ist durch die Bezeichnung Hof zur Schmitten, später Schmitterhof schon eingeschränkt; er muss am Wasser liegen. Am liebsten denkt man an die Schmitte neben dem Schlößle, da sie im Ortsbild von Götzis am markantesten ist.

Neuburg: Secklerhof im Buch
Im Buch besaß die Herrschaft Neuburg den Secklerhof also den Hof des Seckelmeisters.

Neuburg: Stülzen Hofstatt, Der hangende Acker, Wida
Im Jahre 1363 [1] zinst der Stültz von 2 Hofstätten, die später als ,,Stültzinen Hofstatt„, erscheinen.

Neuburg: Weiher im Tobel
Zur eigentlichen Ausstattung der Neuburg im engeren Sinne gehörte die Weiherstatt, bzw. Weyerschaft oder der Weiherstall [5] zu Tobel.

Neuburg: Weitere Güter, Übergabe der Güter
Nach den neueren Quellen [1] können weitere Güter als neuburgisch ausgewiesen werden

Neuburg: Zollwehr
Vom ,,Zollwehr„, im Mittelalter Weingarten, zinsen 1837 drei namentlich nicht genannte Parteien. [1] Damit ist die ungefähre Größe und durch den heute noch fortlebenden Namen die Lage gegeben. Es dürfte sich um die Gegend von Zollwehr 6-18 handeln.

Topographie von Götzis im Überblick
Da in den obigen Darstellungen vor allem das Zubehör zu den einzelnen Höfen nur in groben Zügen erwähnt werden konnte, ist es angebracht, einen Überblick über die grundherrliche Zugehörigkeit der einzelnen Fluren zu geben.[1]
