
Ammänner der Neuburg
Im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit lassen sich folgende Neuburger Ammänner nachweisen:

Bewohner und Bewohnerinnen der Herrschaft Neuburg
Mit dem Verkauf der Herrschaft Neuburg gingen auch die Familien an die neuen Besitzer über.

Der Hof zu Koblach - Koblan
In der Verkaufsurkunde von 1363 scheint auch der Mittelpunkt der Neuburger Wirtschaft auf, der Hof zu Koblach (Koblan). Der Hof Koblach fungierte als zentrale, von einem sogenannten ,,Keller" verwaltete Wirtschaftseinheit und als Sitz der Gerichtsbarkeit über die Angehörigen der Herrschaft Neuburg. Vielleicht befand sich dieser Hof ursprünglich in der Hand eines Geschlechts de Kobelon, von dem Friedrich und Schwicker Tumb von Neuburg 1294 durch Tausch den Hof Blatten erwarben.

Der Verkauf der Herrschaft Neuburg an Österreich 1363
Im Laufe der Jahre wurden die Folgen der Niederlage von 1311, die allerdings unvergessen blieb, nach und nach überwunden. Die gesellschaftliche Rolle der Tumb von Neuburg entsprach ihrer politischen Stellung. Sie standen in Heiratsbeziehungen mit den hochadeligen Grafen von Montfort und gelangten in den Pfandbesitz eines Teiles der Herrschaft Feldkirch, darunter in den der Feste Neumontfort. *7

Die Neuburger Fehde
Die mächtige Position, die der reichsritterliche Adel – die Neuburger, Schellenberger und Emser – auch nach dem Untergang der Staufer auf Vorarlberger Boden, besonders in strategisch wichtiger Lage im Rheintal, einnahm, war den Grafen von Montfort und von Werdenberg ein Dorn im Auge.

Gericht Neuburg
Der Hof Koblach fungierte als zentrale, von einem sogenannten ,,Keller" verwaltete Wirtschaftseinheit und als Sitz der Gerichtsbarkeit über die Angehörigen der Herrschaft Neuburg.

Herrrschaft Neuburg - Gemeinde Koblach
Die Herrschaft Neuburg ist in etwa identisch mit dem heutigen Gemeindegebiet von Koblach.
Die Brüder Adalbero und Kiso von Neuburg waren die ersten, namentlich bekannten welfischen Dienstleute, die in der Mitte des 12. Jahrhunderts im Auftrag ihres Herrn, Herzog Welf VI., auf der Neuburg saßen. 1363 verkauften die Thumb von Neuburg die Herrschaft Neuburg an die Habsburger. Die Neuburg hat für die Gemeinde eine große Bedeutung. Daher ist die Neuburg auch Teil des Gemeindewappens.

Herrschaft Neuburg – Gericht Neuburg – Vorarlberger Landesstände
Das Gebiet der Herrschaft bzw. des Gerichtes Neuburg gehörte - so wie die anderen den Landständen an, einem Gremium, das sich im ausgehenden 15. und im Verlauf der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausbildete und die von der Landesherrschaft vermehrt geforderten außerordentlichen Steuern zu genehmigen und auch einzuheben hatte.
Quelle: Niederstätter Gemeindebuch Koblach 1995

Herrschaft Neuburg – Vier Herrschaften vor dem Arlberg - Vorarlberger Landesstände
Vom 14. bis 16. Jahrhundert gelang es den österreichischen Herzögen aus dem Hause Habsburg, den größten Teil von Vorarlberg durch Kauf an sich zu bringen. Was früher den den Rittern Thumb von Neuburg, den Grafen von Montfort, Werdenberg und Sonnenberg gehört hatte, faßte man nun in vier Herrschaften zusammen Feldkirch, Bregenz, Bludenz und Neuburg.
In den Herrschaften wurden Vogteiämter eingerichtet, denen ein vom Landesfürsten ernannter Vogt vorstand. Grundsätzlich war dieser ein abhängiger Beamter des Landesherrn, der auch jederzeit entlassen werden konnte. Es kam auch des öfteren vor, daß der Landesherr gezwungen war, den Landesteil zu verpfänden.
Die „vier Herrschaften vor dem Arlberg“ wurden allmählich in der Urkundensprache ein stehender Begriff, der schließlich auch zur Bildung des Namens „Vorarlberg“ führen mußte. 1725 wurde er in der heutigen zusammengezogenen Form zum erstenmal geprägt.

Herrschaft Neuburg und Besitz in Götzis
Beim Verkaufe der Herrschaft Neuburg an Österreich im Jahre 1363 sind mehrere Güter in Götzis erwähnt.
Die wichtigsten davon sind mit ihren späteren Namen: Hubhof, Landammannhof, Schmitterhof. Diese Namen weisen irgendwie auf einen Zusammenhang mit der Dorfherrschaft hin und lassen annehmen, dass die Herren von Neuburg diese zunächst auch in Götzis ausgeübt hatten.
Diese Dorfherrschaft wäre ihnen dann zugleich mit der Burg Neumontfort bei den Wirren um 1311 abhandengekommen, während sie die Höfe und den Grundbesitz behalten konnten.
Gegen Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden alle genannten Güter von ihren Lasten befreit, bzw., wenn sie noch unmittelbar im Eigenbetrieb der Herrschaft waren, versteigert, Die jahrhundertealten Lasten wurden im Laufe weniger Generationen vergessen.
Texte aus Josef Zehrer: Vornehme Höfe und Güter in Götzis, Götzner Heimatbuch 1988

Neuburg auf historischen Karten
Die Neuburg ist auf vielen historischen Karten zu finden.

Neuburg Herrschaftssprengel und Grenzen
Der Neuburger Herrschaftssprengel lag in folgenden Grenzen:

Neuburg und die Grafen von Hohenems
Zwischen das österreichische Vorarlberg und die Schweizer Eidgenossenschaft sollte sich nach den Wünschen der Grafen von Hohenems dem Rhein entlang vom Bodensee bis zur St. Luziensteig ein emsisches Fürstentum schieben. Diese Pläne scheiterten jedoch, noch bevor im Gefolge des Dreißigjährigen Kriegs der Niedergang des Hauses Hohenems einsetzte, am Widerstand Österreichs
