Vögte der Herrschaſt Neuburg

1405 Graf Hugo XII. von Montfort-Bregenz „der Minnesänger“ 1)
1423 fiel die Pfandschaſt an die Grafen Hermann und Stephan von Montfort-Bregenz
1436 als Vogteiverwalter Diettegen von Grünenstein
1447 Jakob Truchsess von Waldburg
1451  wird die Burg von Herzog Sigmund an die Brüder Bernhard und Wiguleis Gradner überantwortet
1466  bis zur weiteren Übergabe der Pfandschaft an die Grafen von Hohenems mehrere Vögte bzw. Pfandherren
1466 Junker Jakob von Ems (erwähnt 1568) nach Niederstätter)
1470 Freiherr Peter von Hewen, Vogt, sowie von 1479 – 1484 Pfandherr, 1495 Vogt
1471 bis 1479 Hiltpold von Knörringen
1498 bis 1522 Jos Huntpiss von Ratzenried
1522 bis 1539 Ulrich von Schlandersberg
ab1539  Reinprecht Hendl
1541 erwähnt bis 1547 Hans Werner von Raitenau
1522 22. März bis 1539 Ulrich von Schlandersberg
1539 Reinprecht Hendl
1541, 1543, 1544, 1547 Hans Werner von Raitnau
1551 Sigmund von Hohenlandenberg
1553 bis 1554 Wilhelm von Villenbach
1581 Freiherr Maximilian von Ilsung zu Wolkenburg
1583 Freiherr Friedrich von Ilsung (nach dem Tod des Vorgängers, bis 1589)
1589 wurde Graf Kaspar von Hohenems um 15.000 Gulden Pfandherr auf  Lebenszeit, unter der Auflage, dass das Schloß als Befestigung den österreichischen Landesfürsten vorbehalten bleibe
1589 bis 1679 folgte die Pfandherrschaſt der Grafen von Hohenems (1589 bis 1679: Graf Kaspar, Graf Jakob Hannibal II., Graf Karl Friedrich
1620 Graf Kaspar von Ems wendet etliche tausend Gulden zur baulichen Herstellung der Neuburg auf
1679   die in wirtschaftliche Bedrängnis geratenen Grafen von Hohenems  müssen Pfandschaft aufgeben. Kaiser Leopold vereinigte die Herrschaft Neuburg mit den Schlössern Alt- und Neumontfort, Tosters und Jagdberg zur sogenannten „Großen Pfandschaft Neuburg“  und verpfändet diese um 50.000 Gulden an das böhmische Grafenhaus Clary-Aldringen.
1679 bis 1777 Grafen von Clary und Aldringen
1744  als Festung aufgelassen, die ganze Garnisonsbesatzung zog nach Bregenz ab
1767  überließ das Rentenamt Feldkirch die Neuburg um 11 fl. einem Konsortium mit dem Stabhalter des Gerichtes Rankweil –Sulz, Georg Loacker aus Götzis, an der Spitze zum Abbruch
1777  geht die Neuburg um 55.000 Gulden an die verschwägerten Grafen von Wolkenstein-Rodenegg in Tirol,
1837  um 50.000 Gulden an Michael Fink, Schiffmeister und Handelsmann in Braunau.
1838 Kündigung der Pfandschaft durch die Habsburger, dies wird aber erst 1852 rechtswirksam
1864  kaufte die Gemeinde Koblach die Ruine Neuburg und den Schloßwald um 6.600 Gulden

Vielfach, auch unter den Emsern, wurde die Pfandschaft Neuburg von einem Beamten, dem Vogteiverwalter, ,,bewirtschaftet“.
Als Vogteiverwalter – teils unter den Vögten, teils an deren Stelle – waren tätig
Lienhart Jonas (1558, 1570 bis 1585),
dessen Sohn Wolfgang, Kaspar Jonas,
David Pappus von Tratzberg (von 1613 an),
Hans Kaspar Jonas von Buch (1617 bis 1648) und
Johann Franz von Halden zu Haldenegg (um 1684).
In ähnlicher Funktion mit dem Titel „Untervogt“ scheinen 1537 Jörg Dachauer und 1554 Wolf Ender auf. 2)

Text nach Alois Niederstätter, Die Vogteien Bregenz, Feldkirch, Bludenz und Neuburg bis 1750. Montfort 63. Jg 2011, Bd 1 und Gemeindebuch Koblach 1995
Foto: Hugo XII. von Montfort Minnesänger, Brunnen in Bregenz: René & Peter van der Krogt, https://statues.vanderkrogt.net.

1) Zu seiner Person zuletzt: Aller weishait anevang ist ze brúfen an dem aussgang. Akten des Symposiums zum 650. Geburtstag Hugos von Montfort, hg. von Klaus AMANN/Elisabeth DE FEILP-JAUD. Innsbruck 2010.
2) Daten ermittelt aus den Urkunden des VLA (alle Regesten und Digitalisate online: www.monasterium.net/), des TLA (digitales Verzeichnis der Dienstreverse im VLA: Rep. 14-124; online auf der Homepage des VLA: www. landesarchiv.at).) und des Stadtarchivs Feldkirch (digitales Urkundenverzeichnis auch im VLA), vgl. auch Joseph BERGMANN, Veste und Herrschaft Neuburg am Rhein, der Herzoge von Habsburg-Oesterreich erste Erwerbung in Vorarlberg. Sonderdruck aus: Vorarlberger Volks-Kalender (1864); WÖRZ (wie Anm. 93), S. 223–225; Alois NIEDERSTÄTTER, Burg und Herrschaft Neuburg in Mittelalter und früher Neuzeit. In: Gemeindebuch Koblach 1995, S. 75–99; ULMER (wie Anm. 81), S. 310–314.

 

1405 Graf Hugo XII. von Montfort-Bregenz „der Minnesänger“

Zur Zeit der Appenzellerkriege im Jahr 1405 war Graf Hugo von Montfort-Bregenz, bekannt als Minnesänger, Pfandherr der Neuburg, wo ihn ein Burgvogt vertrat. Ein Teil der Neuburger Untertanen schloß sich damals dem antifeudalen ,,Bund ob dem See“, den die Appenzeller und St. Galler initiiert hatten, an, andere blieben dagegen ihrem Herrn ergeben. 1407 gelangte die Burg in den Besitz des Bundes ob dem See, der ihr eine st. gallische Besatzung gab. Nach dem Ende der Appenzellerkriege übernahm wieder Hugo der Minnesänger die Herrschaft, nach seinem Tod 1423 fiel die Pfandschaft an seine Nachkommen, die Grafen Hermann und Stephan von Montfort-Bregenz.

Quelle: Franz-Josef Huber Gemeindebuch Koblach 1995.

1436 – Diettegen von Grünenstein als Vogteiverwalter

Niederadeliges, vom 13. bis 16. Jh. belegtes Geschlecht, von Balgach, im Dienste des Abtes von St. Gallen. Ein genealogischer Zusammenhang mit den 1210 letztmals genannten Herren von Balgach ist unsicher. Der erste bekannte Vertreter der Fam. Hermann zeugte um 1260 für den Abt von St. Gallen, als dessen Klosterbeamter er um 1272 belegt ist. Der Schwerpunkt der Güter und Rechte lag in Balgach und Rebstein. Im 16. Jh. standen verschiedene Mitglieder der Fam. in französischen und kaiserlichen Diensten. Mit Wolfgang (1557), Fürstabt von Kempten, erlosch das Geschlecht.

1447 Jakob Truchsess von Waldburg

Truchsess Jakob I. von Waldburg, auch Jakob I. von Trauchburg genannt „der goldene Ritter“ (* im 14. oder 15. Jahrhundert; † um 1460) entstammte einer Adelsfamilie aus der Reichslandschaft Schwaben und war Ende der 1440er-Jahre Reichslandvogt in Schwaben. Sein Versuch, im heutigen Bundesland Vorarlberg Fuß zu fassen, scheiterte.
https://oesterreichwiki.org/wiki/Jakob_von_Waldburg

1451 wird die Burg von Herzog Sigmund an die Brüder Bernhard und Wiguleis Gradner überantwortet

Mit mehrern Verschreibungen begann die Geldnot Herzog Siegmunds. Sie verliess ihn auch nicht mehr während seiner ganzen Regierung. So blieb Siegmund nichts übrig, als zu Verpfändungen, Anlehen und Steuern zu schreiten.
Am 8. Mai 1447 wurden an Jacob Truchsess zu Waldburg 2000 Gulden zur vollkommenen Ablösung des ihm verpfändeten Schlosses Neuburg gezahlt. Dazu kamen alte Schulden in weit höherem Betrage.
Herzog Siegmund hatte, als er aus Wien, der Vormundschaft entledigt, in sein treues Tirol kam, zu merklichem Missbehagen seiner Unterthanen einflussreiche Günstlinge mitgebracht, unter denen die Brüder Wiguleis und Bernhard Gradner, einem Rittergeschlechte der untern Steiermark entsprossen, sich besonders hervortaten .
Am 12. Februar 1451 verlieh nun der Herzog den Gradnern zu Feldkirch die Pflegschaft der Feste Neuenburg mit dem Gerichte, den Leuten, Nutzungen, Gülten und allem Zugehöre, den Zoll zu Feldkirch und den Weiher zu Yalduna, lediglich mit der Verpflichtung, Burg und Güter aus ihren Ergebnissen in baulichem Stande zu erhalten, dem Fürsten, so oft er im Lande sich aufhalte, das Vergnügen des Fischens auf dem Teiche zu gönnen und ihm oder seinen Erben auf Erfordern die Feste unverzüglich zurückzustellen.

Quelle: Herman Sander „die Erwerbung der vorarlbergischen Grafschaft Sonnenberg durch Österreich.“ Universitäts- und Landesbibliothek Tirol

1466 Junker Jakob von Ems

29. November 1467
Abstract: Jakob von Ems, Vogt zu Neuburg, verkauft Jos Gropp und Barbara Wetzlin, seiner Ehefrau, für 100 Pfund Pfennig Konstanzer Münze Feldkircher Währung seinen Wein- und Baumgarten, genannt der Hofer, zwischen den Gütern der Altmannshofen, Marquards und Michaels von Ems und der Landstraße.

1470 Freiherr Peter von Hewen, Vogt,1479 Pfandherr, 1495 Vogt

Die Herrschaft Hohentrins, die dem Hewener Geschlechte nach der Verpfändung der Hegauer Stammesherrschaft Heimat wurde, liegt um die gleichnamige Burg bei dem Dorfe Trins, wenig oberhalb der Vereinigung des Vorder- und Hinterrheins bei Reichenau-Tamins. Die Burg soll karolingischen Ursprungs gewesen sein. Von den Grafen von Werdenberg-Heiligenberg kam sie an die Herren von Hewen, die sie bis 1470 bewohnten. In diesem Jahre, am Pfingsttag, ging die Burg in Flammen auf.

Quelle: Geschichtsverein Hegau, Jahrbuch 1956, Seite 125- 133

1471 bis 1479 Hiltpold von Knöringen (auch Hilpold)

Knöringen (auch Knoeringen) ist der Name eines alten, ursprünglich schwäbischen Adelsgeschlechts. Oberknöringen, der Stammsitz der Familie, ist heute ein Ortsteil der Stadt Burgau an der Mindel im schwäbischen Landkreis Günzburg.
Quelle: proRegion Heilbronn Franken: https://www.pro-region.de/de/proregion/dieregion/sehenswuerdigkeiten/Adel_Knoeringen.php

Um die Mitte des 13. Jahrhunderts werden die Herren von Knöringen Nachfolger der Üetinger im Besitz von Jettingen. 1426 erwirbt Konrad von Knöringen die Burg und das Territorium von Eberstall. Zu der Zeit war Jettingen bereits im Besitz des Marktrechts. Erstmals erwähnt wird der Ort mit dem Zusatz Markt in den Urkunden des Hochstifts Augsburg unter dem Jahr 1410, die Verleihungsurkunde selbst ist nicht auffindbar. Die beiden Söhne Konrads, Hilpold und Burkhart, beteiligen sich am Reichskrieg gegen Herzog Ludwig von Bayern, woraufhin Soldaten der herzoglichen Städte Gundelfingen, Lauingen und Höchstädt den Markt Jettingen vollkommen niederbrennen. Nur die befestigte Kirche, in der die Jettinger Zuflucht gesucht haben, wird kein Raub der Flammen. Von diesem Schlag erholen sich die Knöringer nicht mehr. 1469 verkauft Hilpold von Knöringen sein Schloss mit dem zugehörigen Lehen an Hans vom Stain und beendet damit die mehr als zweihundertjährige Herrschaft seines Geschlechts in Jettingen.

1498 bis 1522 Jos Huntpiss von Ratzenried

Wohl eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in Ratzenried war Jos Humpiss. Er hatte beste Beziehungen zu Kaiser Maximilian, errang von ihm mehrere Privilegien wie z. B. die Hochgerichtsbarkeit und den Adelstitel und führte Ratzenried in die Reichsunmittelbarkeit. Im Jahr 1500 wurde Jos vom Kaiser Maximilian zum kaiserlichen Vogt von Neuburg am Rhein ernannt, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte.
Quelle: Berthold Büchele, Heimatverein Ratzenried

Jos Huntpiß von Ratzenried, Vogt zu Neuburg, berichtet Maximilian, dass ihm der verschriebene Zoll zu Feldkirch vom Hubmeister Joachim von Stuben nicht ordentlich bezahlt werde und bittet um Behebung., 1513
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=4602380

1498 bis 1522 Ulrich von Schlandersberg

Im dreizehnten Jahrhundert errichteten die Montalbaner, eine bedeutende Familie aus dem Dienstadel (Ministerialität) der Grafen von Tirol, am Sonnenberg oberhalb von Schlanders die Burg Schlandersberg;
Im Laufe des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts dehnten die Schlandersberger ihren Einflussbereich auch auf Graubünden und Vorarlberg aus: Ulrich von Schlandersberg, seit 1516 churischer Vogt im Prättigau und später im vorarlbergischen Neuburg, ehelichte Veronika von Hohenems, die aus einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter Vorarlbergs stammte.

Ablösung der verpfändeten Vogtei zu Neuburg am Rhein von den Erben nach Ulrich von Schlandersberg ….
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=2660214

1498 bis 1522 Reinprecht Hendl

Ein in Tirol 1474 landständisch gewordenes Adelsgeschlecht, dessen Wappen durch Diplom vom 23. Jan. 1561 für Reinprecht, Franz und Sigmund die Hendl zu Goldrain mit dem Wappen der erloschenen Herren v. Reichenberg vermehrt wurde. Der Sage nach stammt das Geschlecbt aus der Schweiz u. man nimmt an, dass Perchtold Hendl sich 1310 in lmst niedergelassen habe. Von den Nachkommen Perchtolds in sechster Generation zog Sigmund nach dem Vintschgau und erbte 1496 von seinem väterlichen Oheim, Hans Hendl, das Schloss Goldrain und erhielt, wegen seiner Tapferkeit bereits in den Ritterstand erboben, 1631 die einträgliche Pfandscbafl Castelbell im Vintschgau.

Quelle: Geneanet / Neues allgemeines Adels-Lexicon

1498 bis 1522 Hans Werner von Raitenau

Die Raitenaus verkauften 1376 ihre Wasserburg Unter-Raitenau an Hans Hübschlin, einen Patrizier aus Ravensburg. In der Folge sind Raitenauer in Diensten der Klöster St. Gallen und Lindau, der Grafen von Montfort und der Habsburger. Seit dem 15. Jahrhundert besaßen sie die Burg Ober-Lochau und auch die alte Burg Hofen. Ihr Erbbegräbnis hatte die Familie seit 1380 im Kloster Langnau bei Tettnang. Ohne dass die Stammfolge abgesichert ist, sind im 15. und frühen 16. Jahrhundert weitere Raitenauer berühmt: Werner war 1416–1435 Abt der Benediktinerabtei Pfäfers im Kanton St. Gallen, Friedrich 1445–1478 in gleicher Funktion.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Raitenau_(Adelsgeschlecht)

1522 22. März bis 1539 Ulrich von Schlandersberg

Im dreizehnten Jahrhundert errichteten die Montalbaner, eine bedeutende Familie aus dem Dienstadel (Ministerialität) der Grafen von Tirol, am Sonnenberg oberhalb von Schlanders die Burg Schlandersberg; ein Zweig der Familie nannte sich in der Folge nach der neuerrichteten Veste. Bereits 1329 erkannten Hans, Konrad und Peter von Schlandersberg für ihre Burg die Lehensabhängigkeit von der Grafschaft Tirol an und erlangten dadurch das Recht, die Burg Galsaun zu erbauen. Neben den beiden genannten Burgen waren zeitweilig auch Kastelbell, Rotund, Reichenberg, Braunsberg, Hochnaturns, Sigmundskron und Vorst im Besitz der Familie, die zu den führenden Ritteradelsfamilien des Vinschgaus aufstieg. 1383 verlieh ihnen der Churer Bischof das wichtige Vizedomamt im Vinschgau.

1539 Reinprecht Hendl

Hendl war der Name eines Tiroler Adelsgeschlechts, das seinen Stammsitz auf Schloss Goldrain im gleichnamigen Ort Goldrain im Vinschgau in Südtirol hatte. Die zuletzt geführte vollständige Titulierung lautete:

Grafen zu Goldrain und Kastelbell, Freiherren zu Juval, Maretsch, Reichenberg, Hendlsburg und Schlandersburg, Herren zu Ober- und Niederreichenberg, Galsaun und Kasten
Das Geschlecht ist erloschen.

Neben der Goldrainer Linie[1] gab es noch die Linie Hendl-Kastelbell. Weitere Nebenlinien hatten nur kurzen Bestand, sie erloschen bald wieder im Mannesstamm. Die auf dem Ansitz Kasten ansässige Familie nannte sich auch „Hendl zu Kasten“.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hendl_(Adelsgeschlecht)
und (Link): Joseph Bergmann, Die Veste und Herrschaft Neuburg am Rhein der Herzöge von Habsburg-Österreich erste Erwerbung in Vorarlberg, Vbg. Volkskalender1864

1541, 1543, 1544, 1547 Hans Werner von Raitnau

Die Raitenaus verkauften 1376 ihre Wasserburg Unter-Raitenau an Hans Hübschlin, einen Patrizier aus Ravensburg. In der Folge sind Raitenauer in Diensten der Klöster St. Gallen und Lindau, der Grafen von Montfort und der Habsburger. Seit dem 15. Jahrhundert besaßen sie die Burg Ober-Lochau und auch die alte Burg Hofen. Ihr Erbbegräbnis hatte die Familie seit 1380 im Kloster Langnau bei Tettnang. Ohne dass die Stammfolge abgesichert ist, sind im 15. und frühen 16. Jahrhundert weitere Raitenauer berühmt: Werner war 1416–1435 Abt der Benediktinerabtei Pfäfers im Kanton St. Gallen, Friedrich 1445–1478 in gleicher Funktion.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Raitenau_(Adelsgeschlecht)

1551 Sigmund von Hohenlandenberg

Die Herren von Landenberg sind ein mittelalterliches Adelsgeschlecht mit Stammsitz auf Burg Alt-Landenberg im Schweizer Kanton Zürich und seit dem späteren 13. Jahrhundert mit Nebensitzen auf Burg Breitenlandenberg, Burg Hohenlandenberg, auf Schloss Greifensee und in Rapperswil.

1553 bis 1554 Wilhelm von Villenbach

Villenbach bzw. Füllenbach war der Name eines alten schwäbischen Rittergeschlechts. Ein Zweig gehörte vom 14. bis 15. Jahrhundert dem Augsburger Patriziat. Das in anderen Linien landsässige Geschlecht ist später erloschen.

Vor 1558 Jakob Jonas von Buch und nächste Nachkommen Verwalter

Jakob (von) Jonas, auch: Jacob Jonas, Jon, (* um 1500 in Götzis; † 28. Dezember 1558 in Abensberg) war ein deutscher Philologe, Rechtswissenschaftler, Politiker und Diplomat.

lt. Ulmer S 311

1581 Freiherr Maximilian von Ilsung zu Wolkenburg

Ilsung, Illsung, später auch Ilsung von Tratzberg, ist der Familienname einer alten Augsburger Patrizier-Familie, von der ein Zweig in den Freiherrenstand aufstieg.

1581 Freiherr Friedrich von Ilsung (nach dem Tod des Vorgängers, bis 1589)

Ilsung, Illsung, später auch Ilsung von Tratzberg, ist der Familienname einer alten Augsburger Patrizier-Familie, von der ein Zweig in den Freiherrenstand aufstieg.

1589 wurde Graf Kaspar von Hohenems um 15.000 Gulden Pfandherr auf Lebenszeit

1589 wurde Graf Kaspar von Hohenems um 15.000 Gulden Pfandherr auf Lebenszeit, unter der Auflage, dass das Schloß als Befestigung den österreichischen Landesfürsten vorbehalten bleibe.
*1.3.1573 Burg Hohenems, †10.9.1640 Palast Hohenems. Sohn des Jakob Hannibal I. und der Hortensia Borromeo
1587 immatrikulierte sich Kaspar an der Universität von Siena. 1589 trat er in Innsbruck als Kämmerer in die Hofdienste Erzherzog Ferdinands von Tirol, erhielt eine Exspektanz auf eine der zuerst frei werdenden Vogteien Feldkirch, Bregenz oder Bludenz und wurde Pfandherr zu Neuburg.
Quellen: Historisches Lexikon Liechtenstein.

1589 bis 1679 folgte die Pfandherrschaſt der Grafen von Hohenems (1589 bis 1679: Graf Kaspar, Graf Jakob Hannibal II., Graf Karl Friedrich

Die Herren von Ems waren neben den Grafen von Montfort das bedeutendste Adelsgeschlecht in Vorarlberg.[2] Die Familie lässt sich urkundlich bis in das Jahr 1170 zurückführen. 1160 wird ein Hainricus de Amedes (Amides, Ems) als Zeuge in einer Urkunde erwähnt. Die Brüder „Rudolfus et Goswinus de Amides“ tauchen nach 1170 als Ministerialen des Staufers Friedrich von Schwaben auf.[3] Erst welfische, dann staufische Ministeriale, kontrollierten sie das Rheintal von Vaduz bis zum Bodensee.

1679 bis 1777 Grafen von Clary und Aldringen

Das böhmische Fürstengeschlecht Clary und Aldringen stammt aus Oberitalien, ein Zweig kam um 1500 nach Tirol und um 1600 nach Böhmen.

1620 Graf Kaspar von Ems wendet etliche tausend Gulden zur baulichen Herstellung der Neuburg auf

Kaspar von Hohenems kam auf der Festung Alt-Ems zur Welt. Er entstammte dem Geschlecht der Herren von Ems, seine Eltern waren Jakob Hannibal I. von Hohenems (1530–1587) und Hortensia Borromeo (1551–1578), die 1565 in Rom geheiratet hatten. Sein Vater starb, als Kaspar 14 Jahre alt war, woraufhin sich sein Onkel Kardinal Markus Sittikus von Hohenems seines Neffen annahm. Kaspars Bruder Markus Sittikus erlangte als Fürsterzbischof von Salzburg einige Berühmtheit, ebenso sein Sohn Jakob Hannibal II. (1595–1646).[1]

1679 die in wirtschaftliche Bedrängnis geratenen Grafen von Hohenems müssen Pfandschaft aufgeben.

1679 die in wirtschaftliche Bedrängnis geratenen Grafen von Hohenems müssen Pfandschaft aufgeben. Kaiser Leopold vereinigte die Herrschaft Neuburg mit den Schlössern Alt- und Neumontfort, Tosters und Jagdberg zur sogenannten „Großen Pfandschaft Neuburg“ und verpfändet diese um 50.000 Gulden an das böhmische Grafenhaus Clary-Aldringen.

12. April 1679 Lt. Bergmann an Grafen Maxx Georg von Clary und Aldringen (Neffe des Johann v Aldringen) zusammen mit Schloss Petersberg, Wiesberg Oberinntal

Die Clario de Riva aus Riva del Garda stammen ursprünglich aus dem Friaul. Im 18. Jahrhundert wurde auch eine Herkunft 1363 aus Florenz kolportiert.[1] Zu Zeiten Kaiser Maximilians I. stellte sich ein Mitglied der Familie in den Dienst des Kaisers, sein jüngerer Bruder trat auf die Seite der mit diesem verfeindeten Republik Venedig. Als Venedig während der Türkenkriege seinen Einfluss auf das Friaul ausdehnte, ging der kaiserlich gesinnte Clario in die benachbarte Grafschaft Tirol, wo sein Zweig Besitz erwarb; die Nachfahren des Friauler Bruders sind später ausgestorben.[2]

1837 um 50.000 Gulden an Michael Fink, Schiffmeister und Handelsmann in Braunau.

Um mehr über die Schiffmeister-Dynastien am Inn zu erfahren, lohnt sich ein Abstecher ins Stadtmuseum Braunau am Inn (Österreich).

Dort findet sich Wissenswertes zur Braunauer Schiffmeisterfamilie Fink. Diese unterhielt direkt an der Mündung der Enknach in den Inn eine der größten Schiffswerften am Inn. Die beiden Abbildungen zeigen Michael Fink sowie seine Gattin Agathe Fink.

Michael Fink erhielt gemeinsam mit dem Neuöttinger Georg Riedl und dem Linzer Ignaz Mayer 1855 die Konzession zum Betrieb der Dampfschifffahrt auf dem Inn.

Alle drei gründeten 1857 die „Gesellschaft J. G. Riedl & Co“. Die Gesellschaft befuhr mit ihren drei Dampfern „Inn“, „Braunau“ und „Concordia“ den Inn ab Wasserburg und die Donau bis Budapest.

1744 als Festung aufgelassen, die ganze Garnisonsbesatzung zog nach Bregenz ab

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1777 geht die Neuburg um 55.000 Gulden an die verschwägerten Grafen von Wolkenstein-Rodenegg in Tirol,

Beim Geschlecht Wolkenstein-Rodenegg (auch Wolkenstein-Rodeneck) handelt es sich um ein Adelsgeschlecht in Tirol, dessen Wurzeln bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Die Familie Wolkenstein ist eine Seitenlinie der Herren von Villanders. 1293 erwarb die Familie die Burg und das Gericht Wolkenstein, von dem sich der spätere Familienname ableitet. Der Beiname bezieht sich auf Schloss Rodenegg bei Rodeneck, Südtirol.