Vögte der Herrschaſt Neuburg
1405 Graf Hugo XII. von Montfort-Bregenz „der Minnesänger“ 1)
1423 fiel die Pfandschaſt an die Grafen Hermann und Stephan von Montfort-Bregenz
1436 als Vogteiverwalter Diettegen von Grünenstein
1447 Jakob Truchsess von Waldburg
1451 wird die Burg von Herzog Sigmund an die Brüder Bernhard und Wiguleis Gradner überantwortet
1466 bis zur weiteren Übergabe der Pfandschaft an die Grafen von Hohenems mehrere Vögte bzw. Pfandherren
1466 Junker Jakob von Ems (erwähnt 1568) nach Niederstätter)
1470 Freiherr Peter von Hewen, Vogt, sowie von 1479 – 1484 Pfandherr, 1495 Vogt
1471 bis 1479 Hiltpold von Knörringen
1498 bis 1522 Jos Huntpiss von Ratzenried
1522 bis 1539 Ulrich von Schlandersberg
ab1539 Reinprecht Hendl
1541 erwähnt bis 1547 Hans Werner von Raitenau
1522 22. März bis 1539 Ulrich von Schlandersberg
1539 Reinprecht Hendl
1541, 1543, 1544, 1547 Hans Werner von Raitnau
1551 Sigmund von Hohenlandenberg
1553 bis 1554 Wilhelm von Villenbach
1581 Freiherr Maximilian von Ilsung zu Wolkenburg
1583 Freiherr Friedrich von Ilsung (nach dem Tod des Vorgängers, bis 1589)
1589 wurde Graf Kaspar von Hohenems um 15.000 Gulden Pfandherr auf Lebenszeit, unter der Auflage, dass das Schloß als Befestigung den österreichischen Landesfürsten vorbehalten bleibe
1589 bis 1679 folgte die Pfandherrschaſt der Grafen von Hohenems (1589 bis 1679: Graf Kaspar, Graf Jakob Hannibal II., Graf Karl Friedrich
1620 Graf Kaspar von Ems wendet etliche tausend Gulden zur baulichen Herstellung der Neuburg auf
1679 die in wirtschaftliche Bedrängnis geratenen Grafen von Hohenems müssen Pfandschaft aufgeben. Kaiser Leopold vereinigte die Herrschaft Neuburg mit den Schlössern Alt- und Neumontfort, Tosters und Jagdberg zur sogenannten „Großen Pfandschaft Neuburg“ und verpfändet diese um 50.000 Gulden an das böhmische Grafenhaus Clary-Aldringen.
1679 bis 1777 Grafen von Clary und Aldringen
1744 als Festung aufgelassen, die ganze Garnisonsbesatzung zog nach Bregenz ab
1767 überließ das Rentenamt Feldkirch die Neuburg um 11 fl. einem Konsortium mit dem Stabhalter des Gerichtes Rankweil –Sulz, Georg Loacker aus Götzis, an der Spitze zum Abbruch
1777 geht die Neuburg um 55.000 Gulden an die verschwägerten Grafen von Wolkenstein-Rodenegg in Tirol,
1837 um 50.000 Gulden an Michael Fink, Schiffmeister und Handelsmann in Braunau.
1838 Kündigung der Pfandschaft durch die Habsburger, dies wird aber erst 1852 rechtswirksam
1864 kaufte die Gemeinde Koblach die Ruine Neuburg und den Schloßwald um 6.600 Gulden
Vielfach, auch unter den Emsern, wurde die Pfandschaft Neuburg von einem Beamten, dem Vogteiverwalter, ,,bewirtschaftet“.
Als Vogteiverwalter – teils unter den Vögten, teils an deren Stelle – waren tätig
Lienhart Jonas (1558, 1570 bis 1585),
dessen Sohn Wolfgang, Kaspar Jonas,
David Pappus von Tratzberg (von 1613 an),
Hans Kaspar Jonas von Buch (1617 bis 1648) und
Johann Franz von Halden zu Haldenegg (um 1684).
In ähnlicher Funktion mit dem Titel „Untervogt“ scheinen 1537 Jörg Dachauer und 1554 Wolf Ender auf. 2)
Text nach Alois Niederstätter, Die Vogteien Bregenz, Feldkirch, Bludenz und Neuburg bis 1750. Montfort 63. Jg 2011, Bd 1 und Gemeindebuch Koblach 1995
Foto: Hugo XII. von Montfort Minnesänger, Brunnen in Bregenz: René & Peter van der Krogt, https://statues.vanderkrogt.net.
1) Zu seiner Person zuletzt: Aller weishait anevang ist ze brúfen an dem aussgang. Akten des Symposiums zum 650. Geburtstag Hugos von Montfort, hg. von Klaus AMANN/Elisabeth DE FEILP-JAUD. Innsbruck 2010.
2) Daten ermittelt aus den Urkunden des VLA (alle Regesten und Digitalisate online: www.monasterium.net/), des TLA (digitales Verzeichnis der Dienstreverse im VLA: Rep. 14-124; online auf der Homepage des VLA: www. landesarchiv.at).) und des Stadtarchivs Feldkirch (digitales Urkundenverzeichnis auch im VLA), vgl. auch Joseph BERGMANN, Veste und Herrschaft Neuburg am Rhein, der Herzoge von Habsburg-Oesterreich erste Erwerbung in Vorarlberg. Sonderdruck aus: Vorarlberger Volks-Kalender (1864); WÖRZ (wie Anm. 93), S. 223–225; Alois NIEDERSTÄTTER, Burg und Herrschaft Neuburg in Mittelalter und früher Neuzeit. In: Gemeindebuch Koblach 1995, S. 75–99; ULMER (wie Anm. 81), S. 310–314.
