Vögte der Herrschaft Neuburg

Vögte der Herrschaft Neuburg

Der Übergang der „Vorarlberger“ Territorien an das Haus Österreich bedeutete zunächst nichts anderes als den Wechsel des Landesherrn. Fortan waren die Herzöge von Österreich eben auch Grafen von Feldkirch, von Sonnenberg, Herren zu Bludenz, zu Bregenz, zu Neuburg, zu Hohenegg. Im Gegensatz zu den zumindest zeitweise ihre Herrschaſt persönlich ausübenden Vorbesitzern mussten sie sich allerdings dauernd vertreten lassen. Mit dieser Aufgabe wurden Vögte betraut.

Bis zu den Reformen des 18. Jahrhunderts bestanden somit die Vogteien Bregenz-Hohenegg, Feldkirch, Bludenz-Sonnenberg und Neuburg als eigenständige Amtsbezirke nebeneinander – „staatsrechtlich“ verbunden nur durch die Person des gemeinsamen Landesherrn.

Quelle: Alois Niederstätter. Die Vogteien Bregenz, Feldkirch, Bludenz und Neuburg bis 1750. Ein Beitrag zur Verwaltungsgeschichte Vorarlbergs in Montfort 63. Jg 2011 Bd 1 und Gemeindebuch Koblach 1995

Vögte, Beauftrage, Verwalter - Aufgaben, Amtsgebäude, Amtsschriftgut

Vögte, Beauftrage, Verwalter - Aufgaben, Amtsgebäude, Amtsschriftgut

Als Beaufragte des Landesherrn fungierten im jeweiligen Sprengel an erster Stelle die von ihm bestellten, durchwegs adeligen Vögte. Sie handelten in Erfüllung der ihnen übertragenen Aufgaben im Namen und anstelle des Herzogs bzw. Erzherzogs von Österreich.