Zur Zeit der Appenzellerkriege im Jahr 1405 war Graf Hugo von Montfort-Bregenz, bekannt als Minnesänger, Pfandherr der Neuburg, wo ihn ein Burgvogt vertrat. Ein Teil der Neuburger Untertanen schloß sich damals dem antifeudalen ,,Bund ob dem See“, den die Appenzeller und St. Galler initiiert hatten, an, andere blieben dagegen ihrem Herrn ergeben. 1407 gelangte die Burg in den Besitz des Bundes ob dem See, der ihr eine st. gallische Besatzung gab. Nach dem Ende der Appenzellerkriege übernahm wieder Hugo der Minnesänger die Herrschaft, nach seinem Tod 1423 fiel die Pfandschaft an seine Nachkommen, die Grafen Hermann und Stephan von Montfort-Bregenz.[1]
Jener Diettegen von Grünenstein, der 1436 als Neuburger Vogt urkundlich genannt ist, dürfte dort wohl in montfortischem Auftrag amtiert haben,[2]
[1] Benedikt Bilgeri, Bregenz. Geschichte der Stadt. Wien, München 1980, S. 106.
[2] VLA Urk. 6240.
