
Appenzellerkrieg und Bund ob dem See - Zeittafel
Die Appenzellerkriege waren eine Reihe kriegerischer Konflikte zwischen dem Fürstabt von St. Gallen und den Gemeinden des Appenzellerlandes im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts.
Am 15. September 1405 wurde der Bund ob dem See gegründet, dem sich auch einige Gemeinden Vorarlbergs und die Stadt Feldkirch anschlossen.

Besetzung der Neuburg durch den Bund ob dem See 1407
Im Juli 1407 wurde die Feste Ems vom Bund ob dem See erobert. Nahezu gleichzeitig muß auch die straßenbeherrschende Neuburg vom Bund erobert worden sein. Diese Feste, Pfandbesitz des Graf Hugo von Montfort, der Minnesänger, war im Schutze des Vertrages vom 16. Oktober von 1405 von den Eidgenossen vorläufig unbehelligt gelassen worden. Jener Vertrag galt für ein Jahr, doch war ausbedungen worden, dass ein inzwischen getroffenes Abkommen mit Österreich die Neuburg miteinschließen sollte. Jetzt aber wurde keine Rücksicht mehr geübt und die Neuburg besetzt.

Der Bund ob dem See schließt mit Graf Hugo von Montfort- Bregenz einen Frieden über die Feste Neuburg über ein Jahr am 16. Oktober 1405
Am 16. Oktober 1405 schlossen der Bund ob dem See und Graf Hugo XII. von Montfort, Vogt der Neuburg, einen Friedensvertrag auf 1 Jahr betreff die Neuburg.
Dadurch entging die Neuburg der möglichen Zerstörung.
Von diesem Vertrag gibt es in mehreren Archiven Dokumente.

Die Appenzellerkriege - Übersicht
Den Auseinandersetzungen lagen jahrzehntelange Misshelligkeiten zwischen den Appenzellern und ihrem Herrn, dem Abt des Benediktinerstiftes St. Gallen, zugrunde. Zunächst also handelte es sich - was für unser Thema von Bedeutung ist - um lokale Missstimmigkeiten zwischen einem geistlichen Territorialherrn und einem Teil seiner bäuerlichen Untertanen sowie auch zwischen dem Abt und der sich von ihrem Stadtherrn emanzipierende und auf Veränderungen in diesem Verhältnis sehr sensibel reagierende Stadt St. Gallen. Zu einer Eskalation des Konflikts kam es nach der Wende zum 15. Jahrhundert.
Am 17. Januar 1401 schlossen die Gemeinden der Länder Appenzell, Hundwil, Urnäsch, Trogen, Teufen, Speicher und Gais mit der Stadt St. Gallen ein Bündnis zum gegenseitigen Schutz ihrer - vorgeblich - alten Rechte.

Herzog Friedrich IV. von Österreich schließt Frieden mit der Stadt St. Gallen und den Appenzellern bis zum 23. April 1408
Herzof Friedrich der IV. von Habsburg / Österreich, die Stadt Konstanz und die anderen Verbündetetn zuArbon mit dem bund ob dem Seeeinen Waffenstillstand bis zum 24. April 1408.Durch Vermitttlung des Königs und unter Mitwirkung der Reichsstädte Ulm, Zürich Überlingen, Biberach und Pfullendorf wurden die Bedingungen festgesetzt.
