
,,Der Alte Zürichkrieg“
Im Verlauf des ,,Alten Zürichkrieges“ zwischen Österreich und der Stadt Zürich einer- und der übrigen Eidgenossenschaft andererseits wurde die Herrschaft Neuburg im Januar 1445 Kriegsschauplatz.

30-jähriger Krieg und schwedische Besatzung
Gegen Ausgang des 30-jährigen Krieges, am 4. Jänner 1647 hatte der schwedische Feldmarschall Karl Gustav Wrangel Bregenz überrumpelt. Daraufhin sandte er eine Abteilung seiner Heerestruppe landaufwärts. Dieselbe zog über das menschenleere Dornbirn und Ems herauf, besetzte die Neuburg in der sich nur ein einziger Mann befand, der Vogteiverwalter Kaspar Jonas von Buch, der ihnen das Burgtor öffnete. [1] und legte sich mit 90 Mann Besatzung.
Die kleine schwedische Besatzung wurde zuerst vom Grafen Karl Friedrich v. Hohenems, von 1646 – 54 österr. Vogt zu Feldkirch, und alsdann vom kaiserlichen General und Feldzeugmeister Adrian Freiherrn v. Enckevoirt, welch letzterer von Tirol hergezogen war, belagert.
Nach dem Abzug der Schweden aus Bregenz ward zwischen dem schwedischen Kommandanten, Kapitän Richard Graham und dem Feldzeugmeister am 23. Mai 1647 zu Ems ein Vertrag geschlossen, kraft welchem die schwedische Besatzung, die sich tapfer auf der Neuburg verteidigt hatte, freien Abzug erhalten sollte. Am folgenden Tag zog der Kapitän mit 60 seiner Leute nach Überlingen abr, während 25 Mann die zuvor dem Kaiser und Reich gedient , wider bei diesem zu verbleiben hatten.[2]
[1] G. Fischer: Zur Geschichte d. Schwedeneinfalls in Vlbg, 1647 (39. Gymn. Programm Feldkirch 1893/94) S 24
[2] Inhalt des Vertrages bei Bergmann: die Grafen von Ems z.H.Ems (1801)S 57 f

Appenzellerkriege
Zur Zeit der Appenzellerkriege war Graf Hugo von Montfort-Bregenz, bekannt als Minnesänger, Pfandherr der Neuburg, wo ihn ein Burgvogt vertrat.
Am 16. Oktober 1405 schloss Hugo von Montfort mit dem Bund ob dem See einen Friedensvertrag auf ein Jahr. Am 6. Juli 1406 vereinbarte Friedrich von Habsburg einen Waffenstillstand mit dem Bund ob dem See, auf ein Jahr, geltend bis 24. 4. 1408. Bei dieser Vereinbarung war die Neuburg miteingeschlossen.
Ende Juli 1407 wurde die Neuburg vom Bund ob dem See erobert und besetzt, aber nicht zerstört.
Am 4. April 1408 wurde der Bund ob dem See von König Rupperecht aufgelöst.

Die Neuburger Fehde
Die mächtige Position, die der reichsritterliche Adel – die Neuburger, Schellenberger und Emser – auch nach dem Untergang der Staufer auf Vorarlberger Boden, besonders in strategisch wichtiger Lage im Rheintal, einnahm, war den durch mehrere Erbteilungen geschwächten Grafen von Montfort und von Werdenberg, die verfassungsrechtlich auf derselben landesherrlichen Ebene standen wie ihre niederadeligen Konkurrenten, ein Dorn im Auge.
